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Wildina auf dem Weg der Besserung

Wildina hat es geschafft. Nach einer turbulenten Reise ist sie am 18.10.2011 in Deutschland angekommen. 


Es ging sofort ins Krankenhaus, denn der Flug hatte sehr an ihren Kräften gezehrt. Im Krankenhaus wurde Wildina von einem Ärzteteam in Empfang genommen.

Aufgrund ihres schlechten Zustandes planten die Ärzte die Durchführung der Herzkatheteruntersuchung sowie der OP erst nach Ablauf einer Woche, damit sich Wildina noch etwas akklimatisieren und erholen konnte. Am Wochenende jedoch verschlechterte sich ihr Zustand zunehmend. Wildina war blau, atmete sehr schwer und ihre Sauerstoffsättigung lag nur
bei maximal 50%.

Da sie nicht mehr in der Lage war zu essen oder zu trinken, musste ihr eine Magensonde gelegt werden, um sie künstlich zu ernähren. Die Ärzte beschlossen nicht mehr länger zu
warten und planten den Herzkatheter für den nächsten Tag.
Wildina hatte die mehrstündige Untersuchung gut überstanden und wurde, beatmet und sediert, auf die Intensivstation verlegt.

Nun hatten die Ärzte ein genaues Bild des komplexen Herzfehlers an dem Wildina leidet und konnten die OP für den darauffolgenden Tag planen. Ca. sechs Stunden sollte die OP dauern, doch Wildina kam und kam nicht aus dem Operationssaal. Ihr Herz durfte während der OP nicht schlagen,  weshalb man sie an eine Herz-Lungenmaschine anschließen musste. Als sie nach dem Eingriff von der Maschine genommen wurde verschlechterte sich ihr Zustand wieder und so musste sie direkt noch einmal operiert werden.
Nach 13 langen Stunden wurde sie mit stabilem Zustand endlich wieder auf die Intensivstation verlegt.

Die nächsten Tage sollte sie noch sediert und beatmet bleiben doch Wildina zeigte wenig Reaktion auf die Schlafmittel. Der Beatmungsschlauch in ihrem Mund gefiel ihr gar nicht und
so versuchte sie mit allen Tricks dieses „Ding“ loszuwerden, bis man sich schließlich dazu entschloss ihn zu ziehen.

Eine große Narbe auf ihrem Brustbein und daraus herausragende Schläuche erinnerten an den großen Eingriff. Schon nach einigen Tagen ging es Wildina viel besser. Sie benötigte ständige Sauerstoffzufuhr, konnte sich damit aber bei einer O2-Sättigung von 70% halten. Nach 12 Tagen durfte sie die Intensivstation verlassen und wurde auf die "Normalstation" verlegt. Der dortige Aufenthalt verlief länger als  geplant, denn tägliche Fieberschübe bereiteten uns große Sorgen. Auch ihr Appetit kam nicht zurück, weshalb sie weiterhin über die Sonde ernährt werden musste.

Doch schließlich ging es bergauf. Das Fieber ging zurück, sie hielt sich bei einer O2- Sättigung von 70-80% ohne Sauerstoffzufuhr und wurde jeden Tag etwas agiler. Das Spielen machte wieder Spaß und ganz besonders wichtig waren tägliche, intensive Kuscheleinheiten. Trotz ihres dünnen und noch schwachen Körpers versucht sie sich immer wieder auf ihre kleinen, wackligen Beinchen zu stellen und man spürt deutlich wie Wildinas zurückkehrende Lebensfreude.

Geht es weiter so gut voran, steht einer baldigen Entlassung nichts mehr im Wege. Auch wenn Wildina im nächsten Jahr noch mindestens zwei weitere Operationen an ihrem Herzen bewältigen muss, so sind wir sehr glücklich, dass sie nun den ersten wichtigen Schritt überstanden hat und freuen uns auf ein gemeinsames Weihnachten mit ihr in Deutschland.

Vielen Dank an alle, die mit ihren Spenden dazu beigetragen haben, dass Wildina die Chance zu Leben erhält.

Außerdem danken wir dem hervorragenden Ärzteteam des Klinikum Großhadern,
im Besonderen Herrn Dr. Hübner, der Wildina auf ihrer Reise begleitete.

Unser Dank geht auch an das Pflegepersonal der G9, die durch ihre liebevolle Pflege und Fürsorge, sehr viel zu Wildinas Genesung beigetragen haben.

 

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