Donnerstag, den 28. Januar 2010 um 00:00 Uhr

 

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Hilfe für Haiti

Seit dem verheerenden Erdbeben am 12. Januar 2010, bei dem mehr als 200.000 Haitianer ihr Leben verloren haben, ist für uns und viele andere Menschen nichts mehr wie es war.... mehr

 

Es dauerte ein paar Tage, bis wir es geschafft hatten zu allen Heimleitern und Mitarbeitern vor Ort Kontakt
aufzunehmen. In den ersten Tagen wurden mit viel Aufwand und Mühe erste Hilfen organisiert um die
Kinderheime mit dem Nötigsten zu versorgen. Mittlerweile können wir sicher sein, dass die Kinder und
Mitarbeiter regelmäßig Hilfe durch die Organisationen vor Ort erfahren.

 

Im Rahmen unserer Reise vom 22.-26.01.10 konnten wir diese Kontakte weiter vertiefen.

Wir konnten drei der Kinderheime persönlich besuchen und waren erleichtert, dass es allen Kindern wirklich
soweit gut geht. Es gibt nach wie vor nur das Nötigste an Essen, Kleidung und Hygiene. Und so hoffen wir,
dass nicht Krankheiten das nächste große Problem darstellen. Um dies zu vermeiden halten wir von
Deutschland aus stets Kontakt zu Ärzten, die in Haiti sind oder bald dort hin gehen. Wir versuchen so,
regelmäßige Arztvisiten in den Heimen zu organisieren und hoffen, dass Krankheiten somit schnell erkannt
werden und eine Behandlung erfolgt. Eine erste Lieferung mit dringenden Medikamenten konnte
am 25.01. an die Heimleiter direkt übergeben werden. Eine zweite Lieferung mit mehr als 500 kg an
Medikamenten und Tabletten zur Wasserdesinfektion ging in dieser Woche auf die Reise nach Haiti.
Auch im Gepäck, zwei gespendete Zelte.

 

Auch konnten wir erste finanzielle Hilfen übergeben. In vielen Gesprächen haben wir vielleicht auch ein
wenig Zuversicht geschenkt, denn wirklich viele Menschen die wir kennen, haben alles verloren!

 

Aus der Dominikanischen Republik konnten wir recht viel an Lebensmitteln mitbringen. Diese wurden an
die Heime übergeben. Die Situation dort ist besonders prekär, da sowohl das Personal als auch deren
Angehörige seit dem Beben auf dem Heimgelände leben.

 

Auf unserer Reise haben wir viel gesehen, gehört und erlebt. Wichtig ist uns zu erwähnen, dass in den
Medien vieles nicht ganz korrekt dargestellt wird. So haben wir beispielsweise KEINE Flüchtlingsströme
an der Grenze oder aber randalierende oder plündernde Menschen gesehen. Im Gegenteil, an allen
Essensausgabestellen oder an eingerichteten Arztzelten, standen die Leute ganz diszipliniert in den
Reihen und warteten entweder auf die Essensausgabe oder aber darauf, bei einem der Ärzte behandelt
zu werden. Es waren teilweise Schlangen von mehreren 100 Metern!!

Niemand, wirklich niemand hat gedrängelt, sicher gibt es das auch, jedoch nicht in dem Maß, wie wir es
tagtäglich in der Presse lesen konnten und noch immer lesen.

 

Bis vor 4 Tagen bebte es noch jede Nacht. Der Wiederaufbau und auch die Renovierung der weniger
stark beschädigten Gebäude werden in enger Zusammenarbeit mit den Heimleitern vor Ort laufen.
Wir möchten sie in ihrer Planung intensiv begleiten und auch bei der Durchführung ständiger
Ansprechpartner sein.

 

Mit den eingehenden/eingegangenen Spendengeldern wird dieser Wiederaufbau finanziert
(die Begleitung durch uns findet ehrenamtlich statt). Wir werden SOWEIT MÖGLICH, mit haitianischen
Firmen und Arbeitern arbeiten, damit wir auch die Wirtschaft mit den Spendengeldern stärken können.
So werden Maurer, Zimmerleute, Dachdecker, Anstreicher usw. durch Ihre Spenden Jobs bekommen.
Schreiner werden engagiert Kinderbettchen und Schränke zu fertigen. Sollte es an Material fehlen,
werden wir dies notfalls über das Ausland organisieren. Auch hier werden wir ständig als Ansprechpartner
zur Verfügung stehen und ggf. auch aktiv helfen.

 

Über die ganze Zeit werden wir mit den Spendenmitteln die Versorgung mit Nahrung, Wasser und auch die
medizinische Betreuung gewährleistet!

 

Seit ein paar Tagen ist uns bekannt, dass eine Schule, mit der wir in enger Verbindung stehen
(die Kontaktaufnahme hat sehr lange nicht funktioniert) auch stark betroffen ist. Auch hier werden wir, wie
bei den Kinderheimen, helfen.

 

Da unsere Verbindungen nach Haiti schon seit Jahren bestehen und sehr intensiv sind, werden wir den
Wiederaufbau und den Neuanfang für diese vielen Menschen noch lange begleiten.

 

Wir hoffen, Ihnen ein Bild von unseren nächsten Schritten gegeben zu haben. Unsere nächste Reise ist
geplant für Ende April/Anfang Mai.

 

 

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