Monday, 07 December 2009 00:00

"Gerald Mbuthia"

  gerald    

Gerald ist 2 ½ Jahre alt und hat bereits eine Herzinsuffizienz (Herzschwäche). Erst als Gerald recht spät Laufen lernte, bemerkten seine Eltern, dass mit ihm etwas nicht zu stimmen scheint. Vor einigen Wochen schwollen Geralds Bauch und später auch seine Füße massiv an. Er hustete immer häufiger und bekam, sobald er sich nur etwas anstrengt, schlecht Luft. Gerald wollte nicht spielen und war immer sehr müde......


Sein verzweifelter Vater kauft ihm irgendwo ein unbekanntes Medikament (vermutlich etwas gegen Typhus), um seinem Sohn zu helfen. Da die Atemnot aber nicht besser wurde, sondern eher intensiver, brachte er ihn Ende November nun doch ins Krankenhaus - wohl wissend, dass die Familie kein Geld für eine Behandlung hat.

Geralds Familie gehört - wie viele andere Familien in Kenia auch - zu den tausenden Flüchtlingen, die aufgrund ethnischer Konflikte ihre Heimat und somit auch ihr ganzes Hab und Gut verloren. Sie haben im Lari District - ca. eine halbe Stunde Busfahrt von Kijabe entfernt - ein neues Zuhause gefunden. Aber auch da hatten sie wenig Glück. Die Hütte, in der sie lebten, ist vor kurzem abgebrannt. Es war ein Unfall. Der Vater ist arbeitslos und hält die Familie mit Gelegenheits-Jobs über Wasser. Es reicht gerade so, um einigermaßen satt zu werden.

Gerald bekam im Krankenhaus für sein krankes Herz entsprechende Medizin. Nach wenigen Tagen ging es ihm bedeutend besser. Er konnte zunächst nach Hause entlassen werden. Die Krankenhaus-Rechnung beläuft sich auf umgerechnet 100,- Euro.

Um allerdings die Ursachen für Geralds Herzschwäche festzustellen, wären noch einige Untersuchungen nötig. Unter anderem ein Echokardiogramm. Diese Untersuchung müsste in Nairobi durchgeführt werden. Nur wenn die Ursache der Herzerkrankung erkannt wird, kann dem Jungen langfristig geholfen werden. Da die Familie aber kein Geld hat, können diese Untersuchungen zurzeit nicht durchgeführt werden. Die Familie wird versuchen, im Dorf dafür Geld zu sammeln. In Kenia ist es üblich, in solchen Fällen eine „Harambee" zu veranstalten. „Harambee" heißt auf Kisuaheli etwa so viel wie: „Lasst uns alle an einem Strang ziehen!" Es ist eine wichtige gesellschaftliche Selbsthilfebewegung, bei der Geld für eine in Not geratene Familie gesammelt wird. Es bedeutet Solidarität! Allerdings wird es für die Familie von Gerald noch schwieriger als für andere Familien sein, da sie Flüchtlinge sind.

Wenn Sie Gerald und seine Familie im Rahmen einer Patenschaft für „medizinische Soforthilfe" unterstützen wollen, melden Sie sich bitte bei der Spendenbeauftragten von „HELP a child" e.V. Simone Anders ( This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it ).
Wir werden die Spende umgehend weiterleiten, um der Familie - insbesondere Gerald mit weiteren notwendigen diagnostischen Untersuchungen - helfen zu können.

 

Vielen Dank für Ihr Interesse und eine gesegnete Weihnachtszeit wünscht Ihnen das Team von „HELP a child" e.V.! Asante sana!


Dr. Kathrin Huntemann